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Interview: Antilopen Gang

Das Hip-Hop-Trio Antilopen Gang ist 2017 zurück mit einem neuen Album und der gleichnamigen „Anarchie und Alltag“ Tour durch Deutschland, die am 11. März einen Stopp in München, im Technikum, macht. Dass die drei Rapper beliebter denn je sind, zeigt alleine die Hochverlegung des Konzertes aus dem Strom, da die Tickets im Vorverkauf mehr Nachfrage nicht haben könnten.
Wir haben der Antilopen Gang vier einfache Fragen über München, das Konzert und selbstverständlich das neue Album gestellt. Musik ab und losgelesen!

 


Ausserdem verlosen wir 2 x 2 Tickets für das Konzert in München!
Teilnahme mit einem Kommentar hier oder beim zugehörigen Post auf Facebook.
Die Gewinner werden am 2. März 2017 benachrichtigt.


 

Was verbindet ihr drei denn persönlich mit München?

Koljah: Ich kenne den Rapper Lea-Won aus München schon ewig. Er hat mich zum Mann gemacht und war auch Mitglied in einer Vorläuferorganisation der Antilopen Gang. Deshalb war ich früher öfter mal in München und hab damals verschiedene Leute aus der HipHop-
Szene wie z.B. auch Fatoni kennengelernt. Wenn man mit denen im Auto gefahren ist, musste man immer die Käppis ausziehen, damit die Polizei einen nicht kontrolliert.

Panik Panzer: Vor kurzem noch habe ich 13 Jahre alte Videoaufnahmen von den Gegenprotesten zur NATO-Sicherheitskonferenz gesehen, auf denen ich auf einem Lautsprecherwagen stehe und Parolen auf Beats schreie. Diese junge, verlodderte und enthusiastische Version von mir zu sehen, war irgendwie befremdlich, aber auch schön. Es war mein erster Besuch in München damals.

Danger Dan: Das wäre dann auch meine Verbindung mit München, ich wurde schon während meines ersten Besuches in der Stadt von der Polizei verprügelt, dann bis zum nächsten Tag in eine Zelle gesperrt und später wurde das anschließende Verfahren einfach eingestellt.

Was erwartet ihr vom München Konzert?

Panik Panzer: Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir das Strom bei unserer letzten Tour am Konzertabend noch gerade so ausverkauft. Dieses mal schon im Vorfeld, daher musste das Konzert nun ins Technikum hochverlegt werden. Das sind natürlich schöne Vorzeichen, die a moads Gaudi erwarten lassen.

Danger Dan: Letztes mal wurden wir gewarnt, das Zivilpolizisten auf dem Konzert eingeschleust wurden. Tatsächlich wurden Einzelpersonen vor der Tür später bei so schrecklichen Vergehen wie dem Rauchen eines Joints erwischt. Ich erwarte auch dieses Mal einen Polizeieinsatz und hoffe, dass Räumpanzer und Helikopter eingesetzt werden. Eine zünftige Massenverhaftung würde den Abend dann für mich abrunden.

Was hat es mit dem Albumtitel „Anarchie und Alltag“ auf sich?

Koljah: Wir sind dafür bekannt, dass keine Vernunft, sondern ausschließlich Weltschmerz aus uns spricht. Ständig leiden wir, “Aua” ist längst ein geflügeltes Wort innerhalb der Gang. Alles tut uns weh. Wir wollten das Album zunächst auch “Aua” nennen, haben uns dann aber für “Anarchie und Alltag” entschieden, was abgekürzt ja “Aua” heißt, aber zusätzlich noch diese anmaßende Fehlfarben-Referenz ist, damit wir von den Feuilletons beachtet werde.

Und wie klingt das frische Album nun mit euren Worten?

Danger Dan: Es ist jetzt auch nicht das gelbe vom Ei, aber immerhin, immerhin…

Panik Panzer: Es ist im Durchschnitt etwas schneller, stellenweise druckvoller produziert und zum Glück auch seltener poppig als der Vorgänger. Ich halte es für einen würdigen Nachfolger von “Aversion”, auf den ich mittlerweile recht stolz bin.

Gibt’s noch etwas zu sagen?

Koljah: Keine Kooperation mit der Polizei!

Panik Panzer: Der Mann Panik Panzer freut sich über die Gaben seiner Fans, im Gegenzug spendet er Liebe und Freude. Man bringe mir bayrische Spezialitäten!

Danger Dan: Niemand muss Antilope sein.

 

www.antilopengang.de

 

Foto: Robert Eikelpoth

8 Antworten auf „Interview: Antilopen Gang“

Du hast Karten für das Antilopen-Konzert. Ich hab, ich hab, ich hab Polizei. Ich komm mit Derrick, Schimanski, Toto und Harri. Wirst Du frech holt Polizei S.E.K., kommen im VW-Bus und brechen Dir Beppo die Haxn – ja. Hat einer Karten für das Antilopen-Konzert und gibt sie nicht mir. Ruf die Bullen! Wähle die 110! Gummihandschuh, Waseline, Eintritt durch die Hintertür. Polizei macht was sie will. Und wenn Du Dich beschwerst glauben alle Polizei. Ich hab, ich hab, ich hab Polizei. Also her mit den Karten oder Du wirst ge-benno-ohnesorg-t!

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