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Tam Tam Tanzlokal, die Bar der Kammerspiele

Falckenbergstraße 1, 80539 München

Öffnungszeiten:
Do – Sa ab 22 Uhr

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Kulturstarts in der KW 02

Die Woche vom 09.01. – 15.01.2017.

Jede Woche stellen wir die besten neu startenden Kulturveranstaltungen in München vor, ob Ausstellungen, Theatervorführungen, Screenings, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Workshops oder Konferenzen und Festivals.

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„Decession“ in den Kammerspielen

Bei „Decession“, einer Koproduktion mit der Berliner Volksbühne, laden die Kammerspiele einige der spannendesten ProduzentInnen gegenwärtiger elektronischer Musik für einen Abend und eine Nacht in ihre Spielstätte ein. Multimediale Installationen, die eigens für dieses Festival entwickelt wurden, werden den üblichen Konzertrahmen weit überschreiten. Darunter sind beispielsweise Bill Kouligas, Betreiber des vielgefeierten PAN Labels, und der Künstler Spiros Hadjidjanos, die das Publikum in ein interaktives Geflecht aus Glasfaserkabeln locken. Die Perfomance-Künstlerin Claire Tolan inszeniert eine Rollenspiel-Fantasy auf der Grundlage von ASMR, der Autonomous Sensory Meridian Response. Der Produzent M.E.S.H. kombiniert seine minimalistischen Sounds mit einem 3D-Science-Fiction-Video-Epos und einer gewaltigen Laser-Show des Animationskünstlers Michael Guidetti. Der Techno-Konstruktivist TCF bringt künstliche Kehlköpfe zum Singen und serviert dazu 30 Jahre alten chinesischen Tee bis am Ende das Duo Amnesia Scanner das Theater in einen schreienden Organismus verwandelt.

 
18.11.2016
ab 20:00 Uhr, After-Show ab 23:00 Uhr
Münchner Kammerspiele (Kammer 2 und 3), Falckenbergstr. 2
Eintritt: 20€ im VVK

 
Fotos: Roland Owsnitzki

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TEDxMünchen: "Good News" in den Kammerspielen

Es ist wieder soweit: am 13. November findet die nächste Ausgabe von TEDxMünchen statt, der lokale Ableger der weltweit bekannten Ted Talks, die sich getreu ihres Leitsatzes „ideas worth spreading“ dazu verschrieben haben, neue Perspektiven auf gegenwärtige Probleme zu bieten.
Das sieht angesichts der Menge an negativen Schlagzeilen nicht gerade einfach aus: der globale Terrorismus, Panama Papers, der Umgang mit Geflüchteten oder der unwirklich wirkende US-Wahlkampf – ein Anlass für die Organisatoren von TedxMünchen, „Good News“ zum Thema der diesjährigen Ideenkonferenz zu machen. Statt sich mit Pessimismus abzufinden, sind eine Reihe an internationalen Experten, Vordenkern und Visionären in die Münchner Kammerspiele eingeladen, die versuchen, nachhaltige, zukunftsorientierte Lösungen für akute Probleme zu finden.
In einer Kombination aus 18-minütigen Live-Talks, Video-Talks und Performances werden diese in unterhaltsamer Weise dem Publikum vorgestellt.

Dieses Jahr ist zum Beispiel Wolfgang Krach dabei, der über die Hintergründe der Panama Papers und deren Bedeutung für den Journalismus berichtet. Christiane Heinicke, die ein Jahr lang zusammen mit fünf anderen an einer Marssimulation teilnimmt, um dabei das Zusammenleben und die wissenschaftliche Arbeit unter Marsbedingungen zu erleben. Tony Hawks, der darüber spricht, wie eine Reise mit einem Kühlschrank durch Irland das Empowerment und den Selbstglauben jedes Einzelnen und der Gesellschaft stärken kann.

 
13.11.2016, 13:00 – 18:00 Uhr
Münchner Kammerspiele, Maximilianstraße 26
Eintritt: 119€ (79€ für Studenten) im Vorverkauf

 
Wir verlosen 1 x 2 Tickets!
Hinterlasse einen Kommentar hier oder beim zugehörigen Post auf Facebook oder Twitter.
Die Gewinner werden am Vortag benachrichtigt.

 
Fotos: TEDxMünchen

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„Welcome Café“ in den Kammerspielen

Den letztjährigen Sommer dominierten Bilder der Ankunft geflüchteter Menschen und anschließenden Talkshow-Runden, in denen diskutiert wurde, wie denn mit diesem Umstand umzugehen sei. Auch wenn vielerorts von einem „Flüchtlingsproblem“ gesprochen wurde, erkannten doch viele Münchner und Müncherinnen, dass es sich wenn dann um ein Organisationsproblem handelte, das nicht unmöglich war anzugehen. Eine große Zahl an Initiativen und Organisationen mit unterschiedlichen Herangehensweisen entstand in dieser Zeit, die sich nicht durch eine kurzweilige Aufmerksamkeitswelle definieren wollten, sondern längerfristige Unterstützung im Sinn hatten.

Ein Projekt, das sich schon vor der medialen Präsenz des letzten Sommers gebildet hatte, ist das „Welcome Café“ in den Kammerspielen. Vorbild war ein ähnliches Konzept am Dresdner Staatsschauspiel, welches aus dem Gedanken entstand, dass gerade große, zentral gelegene Institutionen wie Theater ein Zeichen setzen und kleinere Initiativen motivieren könnten, sich ebenfalls zu engagieren.
Das Welcome Café sieht sich als Begegnungsstätte für Neu- und Altmünchner, die auf einer ungezwungenen Basis in Kontakt kommen wollen. Gerade für Menschen, die sich für Geflüchtete engagieren, dies aber vorerst ohne bindende Verpflichtungen wie Sprachpartnerschaften angehen wollen, ist das Welcome Café eine gute Anlaufstelle.

Hier kann man sich in Form eines lockeren Zusammenkommens austauschen und vernetzen. Dabei geht es nicht allein darum, Geflüchteten beim Einleben in einer neuen Stadt zu helfen. Es kommen auch viele Menschen, die schon seit Längerem in München leben und selbst neue Sprachen praktisch üben, neue Leute kennenlernen oder an dem vielfältigen Programmangebot des Welcome Cafés teilnehmen wollen. An jedem Termin gibt es Platz für Workshops, gemeinsames Essen, Spiele für Kinder, Konzerte oder Kunstprojekte. Zusätzlich ist die Veranstaltungsreihe als Plattform zur Vernetzung und zum Austausch von ansässigen Initiativen gedacht, die Interessierte über ihre Vorhaben informieren können.

Nach einer wohlverdienten Sommerpause startete das Welcome Café wieder Ende September. Den Rest des Jahres wird es nur noch einen Montags-Termin im Monat geben, dafür aber jedes Mal mit einem vollgepackten Programm und einer besonderen Neuerung: Jedes Mal wird ein sogenanntes „Repair Café“ geöffnet haben, bei dem Handwerker und Techniker des Hauses ihr Know How vermitteln und die wie die Werkzeuge für eine Reparatur von defekten Geräten zu nutzen sind. Dabei stellt das Projekt keine professionelle Anlaufstelle für Reparaturen dar, sondern eher die Initialzündung, um jenseits von Sprachgrenzen in einem gemeinschaftlich organisierten Wissensaustausch miteinander ins Machen zu kommen.

 
Kommende Termine des Welcome Cafés:

Montag, 17.10.16
16 – 20 Uhr – Café und Repair Station
16 – 20 Uhr – Kiron University Information Table
17 – 19:30 Uhr – Impuls Art, Workshop: Painting, Virtual Graffiti, Snapchat, 3D
20 – 22 Uhr – Musik von Open Border Ensemble

Montag, 21.11.16
16 – 20 Uhr – Café und Repair Station
20 – 22 Uhr – The Exodus Lecture by Ángel Hernández

Montag, 12.12.16
16 – 20 Uhr – Café und Repair Station
20 – 22 Uhr – Arriving-in-Munich live

 
Fotos: Gabriela Neeb

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Elfriede Jelinek Spezial an den Kammerspielen

Noch nie schreckte die Schriftstellerin Elfriede Jelinek davor zurück, ihren Unmut über die gegenwärtigen Verhältnisse als zentrales Thema in ihren Werken zu artikulieren. Nach so komplexen Inhalten wie der Rolle der Frau oder der kollektiven Verdrängung der NS-Vergangenheit beschäftigt sie sich nun schon seit Längerem mit der aktuellen Flüchtlingspolitik, die Humanität nicht unbedingt an prominenter Stelle vermuten lässt. Drei Jahre ist es mittlerweile her, dass sie ihren Text „Die Schutzbefohlenen“ fertigstellte. Zu einem Zeitpunkt, an dem Bilder von Bootsunglücken vor Lampedusa um die Welt gingen. Seitdem nehmen Ereignisse in diesem Zusammenhang kein Ende und auch Jelinek hörte nicht auf zu schreiben, sie dokumentierte den Umgang mit der Flucht in vier nachfolgenden Stücken zu den „Schutzbefohlenen“.

Ihr unermüdliches Engagement sowie der nahende 70. Geburtstag geben Anlass für ein vier-tägiges Jelinek-Spezial an den Kammerspielen. Dabei wird erneut ihr Stück „Wut“ in der Inszenierung von Nicolas Stemann aufgeführt, das sich mit eben jenem Gefühl auseinandersetzt, das wohl die Attentäter von Paris zu ihren Anschlägen auf die Redaktionsmitglieder der Satirezeitschrift Charlie Hebdo verleitete, was aber auch im Stimmengewirr deutscher Wutbürger herauszuhören ist. Zudem ist am Donnerstag eine Podiumsdiskussion „Refugee Protest“ zu den letzten drei Jahren Fluchtgeschichte geplant sowie eine Marathon-Ur-Lesung der „Schutzbefohlenen“ am Freitag. Hier geht’s zum detaillierten Programm.

05.10. – 08.10.2016
Münchner Kammerspiele, Maximilianstraße 26
Eintritt: Ab 10€ im Vorverkauf

 
Fotos: Thomas Aurin

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Lesung: Offener Prozess. Die NSU-Protokolle II

Der NSU-Prozess geht in sein drittes Jahr und statt sich langsam seinem Ende zu nähern, erweiterte sich der Aufklärungsbedarf auf ein Netzwerk an mutmaßlichen Helfern, staatlichen Institutionen und die Ermittler selbst. Von Anfang an verfolgten Annette Ramelsberger und Tanjev Schultz von der Süddeutschen Zeitung den Prozess im Münchner Oberlandesgericht und sammelten in der Zeit ein beachtliches Material an. Schon im letzten Jahr taten sich deshalb die Ensembles des Residenztheaters und der Kammerspiele zusammen, um aus den Protokollen der Journalisten öffentlich vorzulesen.
Doch auch die Monate danach boten so viel Stoff und so viele neue Wendungen, dass die Kooperation nun wiederholt wird, dieses Mal in Zusammenarbeit mit den Kollegen vom Volkstheater. Die Schauspieler schaffen dabei in ihrer Lesung eine packende Atmosphäre, die den Zuschauer immer wieder dazu anhält sich daran zu erinnern, dass auf der Bühne in den Kammerspielen zur Abwechslung kein fiktionaler Stoff, sondern reale Geschehnisse präsentiert werden.

26.01.2016, 19:30 Uhr
Kammer 1, Münchner Kammerspiele
Eintritt: 15 € im Vorverkauf

Bild: Münchner Kammerspiele