Nachtbad



Müllerstraße 54, 80469 München

Öffnungszeiten:
Do – Sa, 19 – 05 Uhr

 
„Damals Detox Oase, ab sofort Intox Bereich“ – Unter diesem Motto machte das „Nachtbad“ schon früh vor der Eröffnung auf sich aufmerksam. Rund zwei Jahre kämpften die Betreiber um die Location. Gerüchte kursierten, dass der Deutschrapper Sido einen neuen Laden aufmacht und man sich in diesem sogar tätowieren lassen könne. Doch dann kam alles anders und mit einer selbstironischen, fiktiven Dokumentation wurde das neue Team der neuen Bar vorgestellt.

Ist man erst einmal durch den unscheinbaren Eingang des ehemaligen M54 Saunaclubs, dessen Name nach wie vor an der Außenfassade steht, in den Keller hinabgestiegen, offenbart sich die Größe der neuen Bar. Fast 400 qm – einem Labyrinth gleichende – Katakomben wurden umgebaut und bieten nun allerlei Platz für Gäste. Gleich am Eingang gibt es eine kleine Schnaps-Bar. Gegenüber ein alter Fotoautomat. An den Wänden aufgehangene Stifte laden ein sich zu verewigen. Etwas weiter befindet sich das Herzstück des Nachtbads, die ehemalige Umkleide – von der allerdings nur noch wenig zu erahnen ist. Hingucker ist eine große Bar inmitten des Raumes. Durch die rot-schwarzen Wände erinnert die Atmosphäre hier ein bisschen an die ehemalige Rubybar im Glockenbachviertel.
Durch einen kleinen Gang, in dem die alten Spinte untergebracht wurden und von nun an wöchentlich von Künstlern bespielt werden sollen, geht es auf einen zweiten Floor. Hier verraten alte Duschen, die zu einem Brunnen umgebaut wurden, wie es wohl einmal ausgesehen haben mag. Hier gibt es an vollen Abenden Musik von Münchner DJs, gespielt aus einer Holzsauna. Um das Programm kümmern sich Simon Erdmann und Alex Mallios von Love Harder Records.

Eine Location, in der es viel zu entdecken gibt und gut und gerne auch einmal ein ganzer Abend verbracht werden kann. Der Eintritt ist an allen Abenden frei. Einziges Manko, dass uns aufgefallen ist, sind die Bar-Preise, die mit beispielsweise 4€ für ein 0,33 Hacker-Pschorr über der Norm liegen.

 

www.nachtbad.de

Fotos: Simon Erdmanns Handy