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Das neue Album von CLAIRE ist da – Ein Interview

Mit ihrem 2013 veröffentlichten Debütalbum „The Great Escape“ haben sich, die nur ein Jahr zuvor gegründeten, CLAIRE als eine der aufregendsten Newcomerformationen innerhalb der europäischen Musiklandschaft etabliert. Mit einem Entry auf Platz 38 der Longplay-Charts konnte das Quintett aus München einen ziemlich beachtenswerten Einstiegserfolg vorweisen und begeisterte im Anschluss seine stetig wachsende Fanbase auf der „Introducing“-Tour. Nach einer EP und etwas Zeit, das Geschehene mit ein wenig gesundem Abstand Revue passieren zu lassen, erscheint nun das zweite Studioalbum der Band. Auf „Tides“, das am 7. April 2017 erschien, loten CLAIRE in 12 erfrischenden, neuen Tracks die Grenzen zwischen Pop, Electro und soundtrackartigen Elementen aus. Dazu gibt es ebenfalls wieder eine Release-Tour, die am 5. Mai 2017 in der Muffathalle in München halt macht.
Wir haben der Band ein paar Fragen zur langen Pause und natürlich dem neuen Album und der zugehörigen Tour gestellt.

 

 

Während eurer UK-Konzertreise im September 2014 wurde der Bandbus samt komplettem Equipment gestohlen. Lange war nicht klar, wie es von diesem Zeitpunkt an weitergehen soll. Hat dies eueren Band-Werdegang beeinflusst?

Ja, definitiv. Vor dem Diebstahl hatten wir zwei unglaubliche Jahre, in denen so viel passiert ist, dass wir wenig Zeit hatten auch mal durchzuatmen. Nach der Konzertreise wollten wir uns eigentlich gleich an das zweite Album setzen, jedoch kam dann doch alles anders.
Das war vielleicht einer der härtesten Rückschläge in unserer Bandgeschichte – Wenn einem seine Existenzgrundlage geraubt wird, nimmt das einem den Wind aus den Segeln. Wir haben, nachdem wir unsere Instrumente wieder hatten, uns dazu entscheiden erst Mal eine EP zu machen. Diese – Der Soundtrack zu dem gleichnamigen, dazugehörigen Film „Raseiniai“ – ist nach der Stadt, in der unsere Instrumente wieder aufgetaucht sind – Und das alles dank einem anonymen Hinweisgeber, dem wir auf ewig dankbar sind – benannt. Auch wenn uns das vielleicht nicht immer so bewusst war, hat die EP sicher dabei geholfen uns zu sammeln und an neuen Produktionswegen auszuprobieren. Es war ein wirklicher Neustart – Und „Tides“ ist für uns jetzt ein ganz neues Kapitel.

Auf dem neuen Album wurde zum ersten Mal mit einem externen Produzenten gearbeitet. Und zwar mit niemand Geringerem als der britischen Mischpult-Legende Dave McCracken, der auch schon für Alben von Depeche Mode oder Florence & The Machine mitverantwortlich war. Wie ist es mit einer solchen Koryphäe zusammenzuarbeiten?

Beim letzten Album hatten wir Angst jemanden mit ins Boot holen, da wir nicht wollten, dass die Person uns in dem was wir machen zu sehr verändert und wir am Ende nicht mehr hinter unserer eigenen Musik stehen können. Durch das Selbstbewusstsein, das wir über die letzten Jahre bekommen haben, wollten wir dieses Mal die Chance nutzen mit jemandem zusammen zu arbeiten, dessen Sound wir mögen. Trotzdem war es für uns wichtig nicht verfälscht zu werden. Dafür muss man einer Person vertrauen – Dave hat das bei uns geschafft, indem er uns auf Augenhöhe behandelt hat und sich die Zeit nahm uns als Band zu verstehen. Darüber hinaus hat er geholfen unsere Rollen in der Band besser zu finden und unsere Stärken und Schwächen zu erkennen. Außerdem hat er uns zum Teil auch etwas von unseren Selbstzweifeln befreit und uns gezeigt, dass es völlig legitim ist auch Musik die man selbst macht abzufeiern, was oft nicht einfach ist.

Fühlt man sich nicht manchmal ein wenig überrumpelt und lässt den Sound in eine Richtung drehen, die nicht geplant war?

Nepi hatte letztens erzählt, dass einer seiner prägendsten Momente während der Albumproduktion genau so ein unvorhergesehener Moment war. Wir haben bei diesem Album öfter im Studio an verschiedenen Arbeitsplätzen vor uns hin getüftelt. Nachdem das ein oder andere schon stand, kam Dave und hat eine Vocalline und ein Instrumental gepaart, die eigentlich nicht füreinander gedacht waren – Aber plötzlich hat es Klick gemacht und ein neuer Song ist entstanden. Wenn man sich einen zu exakten Plan macht, wie was am Ende klingen soll, beraubt man sich so vieler Möglichkeiten – Da ist Intuition wahrscheinlich zuverlässiger.

Was darf der Hörer neues vom zweiten Studioalbum erwarten?

„Tides“ ist persönlicher als das erste Album. Während wir beim ersten Album mehr die allgemeine Euphorie und den Tatendrang, den wir damals hatten, eingefangen haben, ist dieses Album nachdenklicher und teilweise melancholischer. Einiges der Euphorie haben wir uns aber beibehalten. Außerdem haben wir dieses Mal viel mehr mit analogen Synths gearbeitet, wodurch eingespielte Lines unveränderlich wurden und man auch kleine Fehler zuließ, die jede dieser alten Kisten hat. Flo beschreibt immer ganz gut, dass wir dadurch etwas Wärme in die Produktion gebracht haben.

Was hat es mit dem Albumtitel „Tides“ auf sich?

„Tides“ beschreibt die Ebbe und Flut. Wir hatten in unserer Bandgeschichte Höhen und Tiefen, diese gibt es in Freundschaften genauso wie in Liebesbeziehungen. Dieses Thema zieht sich für uns durch das ganze Album – Ob durch das Aufgreifen dieser Zyklen oder einer Metaphorik, die sich oft auf das Meer oder das Element Wasser bezieht, das einfach eine Naturgewalt ist, die uns alle fasziniert.

Jetzt steht die Album-Release-Tour bevor und auch sonst geht der lange Band-Alltag wieder los. Worauf freut ihr euch am meisten? Und worauf könntet ihr auch verzichten?

Auf Tour sind wir eine relativ große Gang – Mit Licht- und Tontechnikern, Merchern, einem Tour-Fotografen und unserem -Manager. Alle kennen wir jetzt schon echt lange und haben sie sehr ins Herz geschlossen. Mit dieser Truppe unterwegs zu sein und nach einem Jahr im Studio die Musik auch endlich mit Leuten zu teilen, die Lust haben mit uns einen Abend zu verbringen, ist etwas, auf das wir uns jetzt schon unglaublich freuen.
Auf was wir definitiv verzichten können sind die langen Autofahrten, die wir dann doch auch sehr häufig machen müssen – Kann nicht jetzt jemand mal das Beamen erfinden?!

Auch wenn alles jetzt ganz neu ist, könnt ihr schon Einblick in ein paar Zukunftspläne geben?

Wir lassen uns gerne überraschen. Wenn man immer zu viel plant, verbaut man sich ab und zu auch Chancen. Manchmal passieren Dinge, die nie so geplant waren, aber uns am Ende die schönsten Erinnerungen bescheren – So hat es uns dieses Jahr zum Beispiel für ein Konzert schon nach Peking verschlagen. Wir hoffen einfach immer möglichst viel mit der Musik rum zu kommen und neue Leute kennen zu lernen, die uns dann auf unserem Weg begleiten.

 

www.claireofficial.com

 

Foto: Christoph Schaller

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Musik

Die besten, neuen Tracks im März 2017

Der März ist herum, die musikalischen Highlights des Monats gefunden und niedergeschrieben. Nagelneue wie wundervolle Club-Tracks von Emorine auf Mono.Noise und TRU. auf Loot Recordings feierten vergangenen Monat bei uns Premiere. Außerdem sollte man sich die neuen Werke von Kastis Torrau auf Jannowitz Records, Aguizi & Fahim auf Making You Dance und den Sabo Remix von Zakir auf Sol Selectas nicht entgehen lassen. Viel Vergnügen mit unseren fünf Lieblingen im März.

Alle Neuentdeckungen gibt es immer und sofort auf www.soundcloud.com/two-in-a-row!

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Premiere: Emorine – Impulse

Ein neues Musikwerk erblickt bei Two In A Row das Licht der Welt. Erscheinen wird dieses nächste Woche, den 3. April 2017 auf dem Berliner Plattenlabel Mono.Noise – dem Imprint von Daniele di Martino. „Impulse“ heißt das kleine Meisterwerk, das neben „Ikhonco“ und zwei Remixen der Münchner Baal und Dan Grassler auf der EP zu finden sein wird. Produziert wurde der Track vom Franzosen und Wahl-Berliner Emorine. „Impulse“ zeichnet sich durch seine spielerische und experimentelle Art aus, die aus der Masse oft einheitlicher Deep-House-Tracks heraussticht und frischen Wind in die Club-Landschaft bringt.

Die gesamte EP ist vorbestellbar auf Beatport.

Auf Soundcloud zu folgen: Two In A Row, Emorine, Mono.Noise

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Premiere: TRU. – Porphyr (Intro Version)

Noch bewegen sich „TRU.“ im Untergrund Berlins – Doch hört man sich die Produktionen des Duos an, wird man der Überzeugung, dass sich dies bald ändert könnte. Auf Loot Recordings – einem Label in New York City – erscheint nun der neuste Streich der Beiden. Zwei deepe Originals, geremixt von Sascha Dive und Mira & Christopher Schwarzwalder. Besonders hat es uns die „Intro Version“ des der EP gleichnamigen Lead-Tracks „Porphyr“ angetan – Man kann sich richtig vorstellen, wie diese zur Eröffnung eines fantastischen DJ-Sets im Club gespielt wird.
Das ganze Paket erscheint am 24. März 2017 auf allen Download-Plattformen.

Auf Soundcloud zu folgen:
Two In A Row, TRU., Loot Recordings

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Die Chartstürmer aus München – Toy Tonics Records

Ob auf Beatport, Juno oder Traxsource – Auf allen dance-music-relevanten Downloadplattformen ist das Plattenlabel Toy Tonics derzeit aus den Top-10-Platzierungen nicht mehr wegzudenken. Damit hat das Imprint etwas geschafft, das nicht vielen gelingt – Mit neuen, unbekannten Künstlern einen großen Markt zu erobern. Was die wenigsten wissen: Toy Tonics wurde in München gegründet und wird nach wie vor, neben einer Zweigstelle in Berlin, in erster Linie von dort aus betrieben.
Angefangen hat alles mit ein paar wenigen Stammkünstlern, zu denen sich mittlerweile zahlreiche große wie kleine Namen gesellt haben. Über 60 EP-Veröffentlichungen gab es bereits. Unter den Stamm-Produzenten finden sich zum Beispiel die Münchner Rhode & Brown aus der Bar Charlie und COEO – die unangefochtenen Playzahlen-Könige des Labels, deren letzte Vinyl sich rasend schnell ausverkaufte. Auch zu erwähnen sind die drei Köpfe hinter dem Label: Kapote, dessen Identität seit der Gründung 2013 nicht bekannt gegeben wurde, Mathias Modica aka Munk und Manuel Kim.

v.l.n.r. Flo (COEO), Stephan (Brown), Andi (COEO), Ricardo Baez, Friedrich (Rhode), Munk, Manuel Kim

Jeden Monat erscheint kontinuierlich eine neue Schallplatte beziehungsweise ein Digital-Release des House-Musik-Labels. Die Artworks dafür gestaltet der Art-Director des Süddeutsche Zeitung Magazins, Thomas Kartsolis aka Paze. Unter diesem Alias bereicherte er bereits das Gomma Label seit vielen Jahren mit seinen kreativen Ergüssen. – Eine gute Gelegenheit für einen weiteren Fact, der nicht vielen bekannt ist: Toy Tonics ist ein Unterlabel des 15 Jahre alten Münchner Urgesteins Gomma Records. Nach Disco- wird nun also House-Geschichte geschrieben!

 

Und so klingen die drei erfolgreichsten Toy Tonics Release:

 

www.toytonics.de

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Musik

Die besten, neuen Tracks im Februar 2017

Auch wenn der Februar mit seinen wenigen Tagen nur begrenzten Zeitraum für Neuerscheinungen lässt, wurden in den vergangenen 28 Tagen so einige Schmankerl hervorgebracht. Die Remixe von Julian Wassermann für Hidden Empire auf Traum Schallplatten, Innellea für Raphael Danilo feat. George Pappos auf Freeride Millenium und Rauschhaus für Daniele Di Martino auf Mono.Noise feierten bei uns Premiere. Außerdem überzeugten Franca auf URSL, Tiefschwarz & Yawk auf Studio Kreuzberg und Demian auf Kompakt mit ihren Originals. Viel Spaß beim Anhören und Abfeiern!

Alle Neuentdeckungen gibt es immer und sofort auf www.soundcloud.com/two-in-a-row!

 

 

Foto: Benjamin Röder

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Premiere: Daniele Di Martino – Tendency (Rauschhaus Remix)

Wir sind froh, dass ein neues Musikwerk bei uns Premiere feiert: Der Rauschhaus Remix von Daniele Di Martinos „Tendency“, der schon bald auf Mono.Noise erscheinen wird. Das Plattenlabel, das auch eine kleine Radio-Show macht, wird von Daniele Di Martino höchstpersönlich geführt und zählt nun dann das vierte, eigene Release des Wahlberliners. Seinen direkten Bezug zur Club-Musik im Deep-House- und Techno-Bereich hört man auch in seinem neusten Track, dem von Rauschhaus aus Kiel ein noch treibenderer Twist verpasst wurde – Unser liebster Remix neben Pavel Petrov und MUUI.

Auf Soundcloud zu folgen: Two In A Row, Daniele di Martino, Rauschhaus, Mono.Noise

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Premiere: Raphael Danilo feat. George Pappos – Strangers (Innellea Remix)

Das Münchner Plattenlabel Freeride Millenium, dessen Startschuss wir an dieser Stelle bereits vorgestellt haben, steht kurz vor der Veröffentlichung der vierten EP. Um das Artwork hat sich diesmal der Künstler Daniel Rajcsanyi gekümmert. Am 13. Februar 2017 erscheint das neuste Werk – Diesmal eine Drei-Track-Vinyl der griechischen Produzenten Raphael Danilo und George Pappos.
Beide wohnen sie am Hang des Berges Parnassos, wo auch ihr neuster Titel „Strangers“ entstanden ist – der anschließend von Innellea und Nikkname geremixt wurde. Insbesondere das Münchner Duo Innellea hat dem Track einen wundervollen Touch verliehen, weshalb wir uns freuen den deepen und epischen Edit hier und jetzt das erste Mal zu präsentieren!

Auf Soundcloud zu folgen: Two In A Row, Freeride Millenium, Innellea, Raphael Danilo

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Premiere: Hidden Empire – Jaws (Julian Wassermann Remix)

Mit ihren Live-Sets und harter Studioarbeit haben Hidden Empire die Aufmerksamkeit Oliver Koletzkis gewonnen und wurden gefragt einen Remix für diesen auf Stil vor Talent zu machen. Nach ihrer EP auf Trapez folgen nun vier melodischere Tracks auf dem Kölner Mutterlabel Traum Schallplatten. Dazu gibt’s für den Leadtrack der gleichnamigen EP „Jaws“ einen Remix vom Münchner Julian Wassermann – ebenfalls aus dem Stil vor Talent Kosmos – der einen etwas deeperen Techno-Twist eingearbeitet hat. Alle fünf Tracks erscheinen am 3. Februar 2017 digital auf unter anderem Beatport. Unser persönlicher Highlight-Track feiert hier und jetzt Premiere. Viel Vergnügen beim Anhören!

Auf Soundcloud zu folgen: Two In A Row, Traum Schallplatten, Julian Wassermann, Hidden Empire