5 Dinge, die Digitalism bei ihrem neuen Album „Mirage“ beeinflusst haben



Digitalism sind mit einem neuen Album zurück auf Tour. 15 Tracks, entstanden zwischen Hamburg und London, vereint unter dem Albumtitel „Mirage“, veröffentlicht auf dem eigenen Label Magnetism. Am 20. Oktober 2016 kommt das Duo aus Hamburg für einen Stopp der großen „Mirage Tour“ nach München, ins Technikum, um ihr bereits drittes Studioalbum mit neuer Live-Show zu präsentieren.
Wir haben Jens Moelle und İsmail Tüfekçi gefragt, welche 5 Dinge sie bei der Produktion des neuen Albums beeinflusst haben. Wie sich herausstellte, waren nur 4 Faktoren dafür maßgeblich ausschlaggebend.

 

 

1. Zwei Städte
Digitalism: Das neue Album ist hauptsächlich zwischen Hamburg und London entstanden. Wir haben dabei eine neue Art zu schreiben für uns entdeckt: Weil jedesmal einer von uns ins Flugzeug steigen und wir die Studiotage genau planen mussten, waren wir viel produktiver in viel kürzerer Zeit. London als Stadt hat inhaltlich keinen Einfluss auf „Mirage“ genommen, aber das Hin-und-her ist wohl dafür verantwortlich, dass es ganze 15 Tracks auf die neue Platte geschafft haben. Wir hatten jeweils Ideen vorbereitet und uns dann getroffen, um daraus ganze Songs zu machen, ohne Zeit zu verschwenden. Dabei hat es jede Idee auf’s Album geschafft, anstatt dass wir zu vieles wegeditiert hätten. Statt harter Selektion haben wir allem einen Platz gegeben — deshalb sind einige Songs auch so lang geworden. Eine „neue Leichtigkeit“, wie Isi es nennt.

 
2. Unser Bunker in Hamburg
Ein Hauptfaktor bei „Mirage“ ist, dass es quasi aus dem Nichts entstanden ist. Niemand hat uns dazu gedrängt ein neues Album zu machen, und wir selbst wussten auch nicht, wann und wie wir es produzieren würden. Die Richtung war auch nicht klar… Also haben wir einfach willkürlich angefangen Ideen zu sammeln. Wichtig dabei war einmal wieder unser Studio in Hamburg, das in einem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg ist. Da drin steht die Zeit still, und sobald man das Licht ausknipst, ist alles um dich herum weg. Aus dem Nichts entstehen bei uns die meisten Ideen. Wir haben uns zum Album hin keine besonderen Platten angehört. In so einer kargen Atmosphäre sprudelt die Fantasie dann besonders hoch.

 
3. Eagle Rock
Einer der Songs auf dem Album ist im Norden von LA, in Eagle Rock entstanden: „Battlecry“. Die ursprüngliche Idee dazu gab es schon länger. Wir hatten die letzten Jahre öfters Zeit in LA Studios verbracht und besonders in Eagle Rock viel über Studioarbeit dazugelernt. „Battlecry“ ist mit Anthony Rossomondo von den Dirty Pretty Things zusammen entstanden und hat uns so umgehauen, dass wir zum Albumprozess nochmal bei ihm angerufen hatten, um den Track fertigzuschreiben. Ein bisschen kalifornischer Wüstenstaub musste mit auf „Mirage“.

 
4. Der Planet Erde
Auf dem Album wimmelt es von Themenwelten, die man geographisch über den ganzen Planeten verteilen könnte. Von tropischen Gewässern über urbane Ballungszentren bis hin zu mächtigen Gebirgsketten. Ein großer Trip – aufgesogen auf unseren Touren, verarbeitet in unserer Musik.

 
5. Das war’s auch schon

Bis 20.10. im Technikum in München!

 
www.thedigitalism.com

 
Fotos: Digitalism