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„Inszeniert! Das Rollenspiel in der Gegenwartskunst“ in der Kunsthalle

Während wir uns im Alltagsleben oft nicht bewusst sind, welche festgefahrenen Rollen wir spielen und welche Masken wir im Umgang mit anderen aufsetzen, ist in der Kunst die Inszenierung ein bewusst eingesetztes Mittel zur Darstellung der Welt. Was Fiktion, Realität, mehr Sein oder mehr Schein ist, hat noch nie an Aktualität für die zeitgenössische Kunst verloren. Dem nimmt sich die am Freitag startende Ausstellung „Inszeniert! Das Rollenspiel in der Gegenwartskunst“ in der Kunsthalle an, die 90 passende Exponate aus der Sammlung Goetz zeigt. Darunter sind so namhafte internationale Künstler wie Nan Goldin, Cindy Sherman, Jeff Wall, Matthew Barney, Stan Douglas oder Candida Höfer. Die ausgestellten Werke entstammen dem Zeitraum 1972-2013 und bilden somit eine Art Querschnitt der unterschiedlichen Herangehensweisen, wie Illusion in darstellender und bildender Kunst vermittelt wird. Dabei zielen viele der Werke nicht primär darauf ab, die perfekte Inszenierung zu erzeugen, sondern auch die Mechanismen dahinter offenzulegen. So blickt der Zuschauer hinter die Kulissen und wird mit grundlegenden Fragen der Identität konfrontiert.

Übrigens wird im Zuge der Ausstellung am 08.09. die „Re-Act“ Reihe fortgeführt, die in Kooperation zwischen der Kunsthalle und dem Harry Klein entstanden ist, um Kunst neu erlebbar zu machen – Mehr Informationen hier.

19.08. – 06.11.2016
Mo – So, 10:00 – 20:00 Uhr
Kunsthalle, Theatinerstraße 8
Eintritt: 11€ (Montags: 5,50€)

 
Foto: Hans Op de Beeck, Nan Goldin