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Interview: Me + Marie

Tom Wörndl, Roland Scandella und Maria de Val sind die Münchner Indie-Rock-Band Me + Marie, die mit harmonisierenden Stimmen, Drums und Gitarre ihre Verbundenheit zueinander hörbar und spürbar auf die Bühne bringen. Am 6. Mai erschien das Debut-Album „one eyed love“ mit zugehöriger CD-Präsentation am 8. Mai im Milla – einem von vielen Stopps der Releasetour durch Deutschland. Musik an und loslesen:

 

Ihr seid ein Münchner Live-Trio, woher könnte man euch bereits kennen?

Wir sind eine Dreiländerband (I/CH/DE) mit Proberaum in München und spielen seit ca. einem Jahr zusammen. Vielleicht kennt man uns von den kleinen Clubs oder Festivals, wo wir bis jetzt gespielt haben, und sonst von unseren anderen Bands: Ganes, Nau oder Cha da Fö. Oder weil wir gerade als Support mit Philipp Dittberner unterwegs sind.

Bereits seit 2014 gibt es Me + Marie. Wie ist das Projekt damals entstanden?

Für uns ist eigentlich das Jahr, in dem das erste Album rauskommt das Entstehungsjahr.
Wir haben uns 2010 bei einem Schweizer Radiosender kennengelernt, wo Roland als Musikredakteur arbeitete und Maria auf Promotour mit ihrer anderen Band war. Kurz danach hat Maria bei Rolands Soloprojekt als Backgroundsängerin mitgewirkt. Hatten dann einen gemeinsamen Gig in Husum bei einem Filmfestival, wo wir nur zu zweit aufgetreten sind. Das war für uns ein magischer Moment auf der Bühne, nach dem wir uns entschieden haben, gemeinsam Songs zu schreiben.

Und warum hat es zwei Jahre bis zum ersten Album gedauert?

Wir haben uns nie festgelegt, wann das Album fertig sein sollte. Wir hatten in den letzten Jahren noch andere Jobs und Tourneen, deswegen haben wir immer so nebenbei mal immer wieder einen Song geschrieben. Wenn wir genug Songs hatten, sind wir ins Studio gegangen. Haben uns Januar und Februar 2015 mit dem Produzenten Alex Spave in Berlin eingesperrt und 10 davon aufgenommen. Im Sommer haben wir dann noch im Bayrischen Wald in einer alten Schmiede Vocals aufgenommen. In der Zwischenzeit hat Roli seinen Radiojob gekündigt und wir haben jetzt mehr Zeit für unsere Musik.

Was war die größte Hürde bei der Produktion des Albums?

Die Studiokosten sind die einzige Hürde. Wir haben viele Drum-Gitarre Live Takes aufgenommen. Das ist auch die Basis unseres Sounds. Wir haben dann Gefallen daran gefunden manche Songs etwas größer auszubauen – zum Beispiel kam irgendwann ein Kirchenchor dazu beziehungsweise sind wir nach Südtirol zum Kirchenchor-Aufnehmen gefahren. Zwei Monate Studio sind sehr teuer, wir wollten aber keinen Zeitdruck haben oder in 2 Wochen das Ganze reinzocken, also haben wir eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Das hat super geklappt und es hat uns erlaubt das Album so aufzunehmen, wie wir wollten, mit der Zeit, die notwendig war. Wir wollten das Album nicht von Labels vorfinanzieren lassen, um keinen Zeitdruck zu haben und damit dann nicht zu viele Leute während dem kreativen Prozess mitreden wollen.

Was erwartet den Hörer nun auf „one eyed love“?

Es ist ein gemütliches, melancholisches grungy-melo-Rop-Rock-Album. Wir beschreiben es manchmal als sensible Rockmusik, was wir machen.

Jetzt geht es erstmal auf Tour. Was dürfen wir danach von euch erwarten?

Wir freuen uns sehr auf das Live spielen und darauf, dass wir die Clubs mit dem eigenen Sound füllen können. Wir haben neue Songs, die wir schon mit ins live Programm reingenommen haben und freuen uns schon auf das zweite Album…

Vielen Dank! Wir sehen uns am 8. Mai im Milla!
 

www.meandmarie.com

Foto: Lorraine Hellwig