KonterKunst: Maskiert

31.03.2013 · Kultur
Ramona Drosner


Eine Maske die versteckt, eine Maske die verrät, eine Maske die verwirrt. Gillian Wearing konfrontiert die Besucher mit extremer Emotionalität und bricht die Grenzen unserer Gesellschaft auf. Und plötzlich steht man vor einem verblüffend echten Andy Warhol mit den Augen der Künstlerin.

Mithilfe von Silikonmasken hinterfragt sie die Bedeutung von Identität und zeigt wie austauschbar das Individuum eigentlich ist. In kleinen Video-Kammern, leuchtend bunten Beichtstühlen, kehren Opfer von Gewalt ihr Intimstes nach außen. Hinter einer Maske verborgen erzählen sie wie ihre Vergangenheit zum Trauma wurde, als die Geschichte plötzlich ans Licht kommt und jegliche Normalität verliert. Wer sagt was normal ist? Wer weiß was Realität ist? Und wie sich Wahrheit anfühlt?

Angefangen hat Gillian Wearing ihre sozialkritischen Werke mit Straßenumfragen. Jeder durfte seinen persönlichen Gedanken zu Papier bringen. Die Fotos davon zeigen Wünsche und Verzweiflung, Wut und Hoffnung – ein Spiegelbild der menschlichen Gefühlswelten.


(Bilder © Ramona Drosner for twoinarow.com)

Gillian Wearing

Museum Brandhorst

noch bis 7. Juli 2013
Täglich 10 – 18 h
Montags geschlossen

Eintritt: 7€, erm. 5€, Sonntags 1€


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