Interview: Monticule Festival



Vier Münchner veranstalten zum vierten Mal das „Monticule Festival“ auf der Ferienanlage „Domaine De Gayfié“ auf einem Hügel in Südfrankreich. Wir verlosen nicht nur zwei der begehrten Tickets, sondern klären auch wie sie auf die Idee kamen, worin bei solch einer Unternehmung die Komplikationen liegen und was sich in den Jahren getan hat und 2018 erwartet werden darf.
Ein Interview mit zweien der Veranstalter – DJ Flo Scheuer & Eric Schönemeier, der auch als Macher der „Downstairs.Galerie“ bekannt ist.



Gewinne 1×2 Festival-Tickets im Wert von 300€!
Teilnahme: Facebook / Instagram.


 

Wie kommen vier Münchner auf die Idee ein Festival in schwer zu erreichendem Terrain, so weit weg von der Heimat, zu veranstalten?

Eric: Zwei Monate bevor wir den Beschluss für das erste Festival gefasst haben, ist Richard dort hingezogen — in dieses schwer erreichbare Terrain, mitten im südfranzösischen Nirgendwo. Wenn man diesen Ort einmal betreten hat, dann versteht man glaube ich sofort warum wir dort ein Festival veranstalten. Die wilde Natur, der Pool, der glasklare Sternenhimmel, das regionale Essen — es gibt eine Million Gründe an diesem Fleck zu verweilen.

Titelbild + Panorama © Rubens Ben

So etwas geht sicherlich nicht komplett locker von der Hand. Worin lagen die Anfangsschwierigkeiten?

Eric: Est-ce que tu parles …?

Flo: Anfangsschwierigkeiten, ja. Die haben wir sogar immer noch! Die ersten beiden Editionen haben einen Haufen Geld gekostet, und der Haufen wird auch nicht wirklich kleiner. Bei einem Festival dieser Größe ist es enorm schwierig wirtschaftlich zu arbeiten – wir haben alle vier andere Jobs um unsere Miete zu bezahlen. Eben eine Herzensangelegenheit. Neben dem Geld gab es natürlich unzählige weitere Hürden, z.B. die Steuererklärung in Frankreich oder das Wohlwollen der Anwohner.

Und jetzt läuft alles besser?

Eric: Was läuft schon einwandfrei im Leben. Das Terrain ist immer noch schwer erreichbar und unsere Base wohnt immer noch in München. Aber wir haben viele neue Leute aus ganz Europa dazu gewonnen und die Familie wird regelmäßig um tolle neue Menschen bereichert. Und auch die meisten Freunde die schon beim ersten Mal dabei waren, scheinen erstaunlicherweise immer noch Lust auf den Wahnsinn zu haben.

Flo: Es ist schön zu beobachten wie sich das ganze entwickelt. Vor allem für unseren wunderbaren Ort, die Domaine de Gayfié, hat sich einiges verändert – zum Positiven! Die Region ist zunehmend begeistert von unserem Projekt, das konnten wir uns Anfangs nur sehr schwer vorstellen.

Mittlerweile findet das Festival zum 4. Mal statt. Welches war die größte Lektion, die ihr lernen musstet?

Flo: Puh. Es gab so viele Lektionen. Die Summe aller macht die Erfahrung aus um die wir reicher geworden sind. Zusammengefasst kann man wohl sagen, dass alles immer etwas schwieriger ist als man sich das zunächst vorstellt, haha.

Natürlich bringt eine solche Unternehmung aber auch viel schönes mit sich. Was war euer persönliches Highlight?

Eric: Schwierig da jetzt eine Sache hervorzuheben. Es ist einfach schön so etwas mit seinen Freunden umzusetzen. Einen Monat zusammen auf einem Hügel in Südfrankreich zu sein und mit seinen eigenen Händen (meistens nicht meine beiden linken) ein Festival nach den eigenen Vorstellungen zu bauen. Für jede Sache gibt es in unserem Umfeld einen Nerd, der das Maximum in seinem Bereich rausholen will. Sei es beim Bühnenbau, bei den Drinks, bei der Soundqualität, beim Essen oder beim musikalischen Programm. Es ist unglaublich erfüllend über den Hügel zu laufen und den ganzen Freaks bei der Arbeit zuzugucken.

Flo: Ilian Tape Showcase im Jahre 2016, inklusive gratis Lightshow von der Natur. Ein sehr schweres Unwetter ist nur ein paar Kilometer an uns vorbeigezogen!

© Luis Kuhn

Was erwartet den Besucher bei euch außerdem?

Yoga, Shiatsu-Massage, Bad in der Quelle und Wanderung am Wasserlauf, Champagne-Panorama Bar, französische Spezialitäten, Ballern, Swimming-Pool, Malkurs, Astronomieunterricht und noch tausend Sachen. Familienurlaub ohne Eltern, obwohl das auch nicht stimmt, weil mittlerweile viele DJs & Freunde auch ihre Eltern mitbringen.

…Und in diesem Jahr zum ersten Mal?

Ein Esel-Shuttle vom Hügel zur Quelle. Sozusagen der nachhaltigste Festivalshuttle der Welt.

© Rubens Ben

 

www.monticulefestival.com