Musikperformance Festival „Mycel“ im Maximiliansforum + Interview mit Beni Brachtel



Unter dem Namen „Mycel“ findet vom 11. bis zum 26. Juli ein Musikperformance Festival in vier Akten statt, das im Maximiliansforum aufgeführt wird. Dahinter stecken Musiker, befreundete Künstler und Komponisten des Kollektivs Selbstversorgersound, die in ihren Performances ein Konstrukt aus aufwendigem akustischem Setting, Raum- und Bühnendarstellung entstehen lassen. Thematisch geht es dabei um unterschiedliche musikevolutionäre Zeitpunkte der Geschichte, die in wechselnder musikalischer Ausrichtung inszeniert werden. Wir haben mit Beni Brachtel gesprochen, der an Konzept, Komposition und Organisation beteiligt ist.

 

Wie sah die Entstehungsgeschichte eures Mycel-Projekts aus ?

Grundgedanke ist gewesen, das Kollektiv SVS vorzustellen. Ich habe ein Symbol für unser Netzwerk und unsere Arbeitsweise gesucht. Mycel ist ja auch ein Netzwerk, die Analogie passte sehr gut.
Im nächsten Schritt ging es darum, das Mycel wiederum in eine musikalische Geschichte zu übersetzen.

Welche Verbindung steckt zwischen dem aus der Botanik entlehnten Begriff „Mycel“ und dem Ablauf eures Festivals?

Das Mycel ist ein Netz. Und ein derartiges Netz findet man überall, z.B. im eingedeutschten Wort Web steckt gleich eines dieser Netze. Die vier Abende schöpfen jeweils aus einem Netz aus Informationen und schaffen neue Knotenpunkte darin.

Zwischen spontaner Entfaltung und geplantem Ablauf: Wie laufen eure Performances konkret ab?

Es gibt beides. Gerade der erste Abend spielt mit der Fremdbestimmung und dem eigenen Motor. Grundsätzlich ist aber schon sehr viel konkrekt aufgeschrieben oder abgesprochen.

Was passiert an den Abenden, die zwischen den Performances liegen?

Die Aufzeichnungen der Performances werden jeweils um Acht abgespielt, außerdem gibt es ein Rahmenprogramm. Es lohnt sich also, immer zu kommen! Fast jeden Abend finden zusätzlich zwischen dem 11. und dem 26. tolle Shows statt, in einer eigens eingebauten Bar.

In welcher Beziehung steht der finale Abend zu den vorangegangenen Performances?

Der letzte Abend klingt sehr heutig. Er beschäftigt sich mit der Verwertung der bereits erspielten Inhalte, dem gleichzeitigen Zugriff auf mehrere Vergangenheiten. Außerdem ist er länger. Am letzten Abend gibt es einen Raum in Raum, der Zuschauer wird vom Beobachter zum Akteur.

 


Der Aufbau

 

Beginn: Jeweils 20 Uhr, am letzten Tag um 21 Uhr
Adresse: Passage Maximilianstrasse / Altstadtring, 80539 München
Eintritt: Part I – III: 5€, Part IV: 8€, Kombiticket (alle vier Parts): 18€

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Kommentare (2)

  1. Pinkback: Donnerstag, 24.07. Public Possession – Mycel – TWOINAROW.COM

  2. so schauts da aber schon seit tagen nichtmehr aus! 😉

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