TWOINAROW.COM Podcast #6 H.O.S.H. *inkl. Interview

29.01.2015 · Interview, Musik
Moritz Butschek

H.O.S.H. ist eine wahre Größe und Bereicherung der elektronischen Musik. Zusammen mit Solomun gehört der Hamburger DJ und Produzent zu den erfolgreichsten und beliebtesten Artists des Kollektiv und Plattenlabel Diynamic sowie Sublabel DIY, das besonders momentan großes internationales Ansehen genießt und schon so einige Residencies sowie natürlich einen voll gepackten Tour-Plan mit sich gebracht hat. Am Samstag verschlägt es H.O.S.H. unter anderem ins Harry Klein. Im Zuge dessen verlosen wir hier ein tolles Diynamic Paket und Freikarten.

Ausserdem freuen wir uns sehr, dass H.O.S.H. uns für einen TWOINAROW.COM Podcast einen exklusiven und unveröffentlichten Mitschnitt eines seiner Sets geschickt hat und hoffen euch gefällt dieser genauso gut wie uns.

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Mehr über den sympathischen Hamburger erfahrt ihr hier. Das Interview führte Tanja Piechula vom Harry Klein.

 

Auf Facebook hat die DIY Crew ein Yoga-Foto von euch Jungs gepostet. Du stehst ganz stabil im Baum. Ist Yoga für dich eine Art Dich vom hektischen DJ-Alltag auszuruhen bzw. zurück in die Balance zu finden?

Haha, um ehrlich zu sein hatte ich mir gerade einen Bänderriss zugezogen, ein paar Tage bevor wir das Foto gemacht haben. Die Pose ging gerade so klar. Ich hab Yoga nur mal kurz gemacht, für ein paar Monate. Ich werde mir jetzt jedoch wieder ein paar Stunden nehmen, um da wieder in den Flow zu kommen. Die letzten Jahre habe ich meine Ruhe und Balance eher beim Schwimmen gefunden. Da hast du Ganzkörper-Sport und -Meditation in einem. Ich liebe Schwimmen mittlerweile. Laufen kann ich nicht mehr aufgrund meines Meniskusschadens 3. Grades. Ich bin schwer davon überzeugt, dass das vom jahrenlangen Tanzen auf Betonböden in dunklen kleinen Clubs und natürlich vom Auflegen kommt.

Als Clubbetreiber bemerken wir bei einigen Künstlern, besonders auch bei den international erfolgreichen, dass eine Hinwendung zu einer gesunden Lebensweise im Trend liegt. Häufig werden vegane Restaurants angefragt und immer öfter findet man statt Vodka grünen Tee als Must Have auf den Ridern.
Wie steht es da um dich und deine Vorlieben und was MUSS Nachts im Club für dich bereitstehen?

Also bei mir steht da nach wie vor Vodka. Ich trink den allerdings nicht immer. Trotzdem geb ich dir Recht. Wenn man sonst seinen Körper mit langen Nächten und stressigen, anstrengenden Reisen belastet, sollte man zumindest unter der Woche auf seine Ernährung achten.

Du bist ja ausgebildeter Koch. Wann hast du aufgehört beruflich in der Küche zu stehen, um dich voll aufs Auflegen und Produzieren zu konzentrieren?

Ausgebildet nicht, aber ich hab lange in der Küche gearbeitet und koche nach wie vor gerne. Übrigens auch eine gute Art Ausgleich und ein kreativer Prozess. Als ich mich entschloss die DJ- und Produzentengeschichte full time anzugehen, fuhr ich gerade Medikamente für eine Apotheke aus, nachdem ich gerade meine Ausbildung zum Kaufmann im Außenhandel absolviert habe.

Künstler wie du, die ständig überall auf der Welt unterwegs sind, erleben zwischen Flughafen, Club und Hotel sicher jede Menge skurrile, schräge, lustige Geschichten. Hast du eine besondere Anekdote für uns, die du nie wieder vergessen wirst und die du gern mit unseren Gästen teilen möchtest?

Von einem leicht angeknickten Flügel im Flugzeug, bis zum Absetzen auf dem falschen Flughafen und 4 abgebrochenen Landeanflügen bei einem Flug hab ich schon so einige skurrile Geschichten erlebt. Auch Promoter, die es mit riskanten Manövern unbedingt schaffen wollten, ihren DJ direkt nach der Ankunft auf dem Weg zum Hotel umzubringen, gibts einige. Zwischendurch noch kurz bei McDonalds gestoppt, weil ist ja schon alles zu um 21:30… bei der grossen Vulkan Wolke vor ein paar Jahren hab ich mal Ersatz im Watergate gespielt für Hot Since 82 (unter: Hosh Since 77) und er für mich in London, weil unsere beiden Flieger nicht mehr starten konnten. Ansonsten gabs diverse Getränkebestellungen aus der 1. Reihe bei mir am DJ Booth nach dem Motto: 4 Jägi bitte!
Im Ernst, lustige Dinge passieren zum Glück ständig und das macht den Job auch noch besser.

Wenn du es dir aussuchen könntest, wärest du gerne zu einer anderen Zeit geboren worden, um Musik zu machen?

Nee, die Zeit ist grossartig. Ohne elektronische Musik wär das schon nicht so schön. Klar, Woodstock damals mit Jimmi und co hätte auch was gehabt…

Mit dem vierten und letzten Teil deiner „Forever Young“ Serie ist deine letzte eigene Produktion nun schon ein paar Monate her. Steht schon was neues an?

Ja, kommt. Aber noch verrate ich nix. Werde aber bei euch ein paar Sachen testen 😉


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