KonterKunst: Loriot

22.09.2013 · Archiv, Kultur
Ramona Drosner


„Die eigene Phantasie ist ja doch gar nicht einzuholen.“ Sinniert Vicco von Bülow als in den 80er Jahren das Privatfernsehen eingeführt wird. Doch der Ausspruch lässt sich auch auf sein Künstler-Ego anwenden. Eine Hommage an Loriot im Literaturhaus.

Loriots Nasenmännchen im Nadelstreifenanzug sind im ganzen Land bekannt und auch seine Vorliebe für Möpse („Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“) kein Geheimnis. Doch das Literaturhaus hat es mit der Ausstellung „Loriot: Spätlese“ geschafft, noch einige unbekannte Perlen aus den Untiefen von Loriots Kreativität hoch zu tauchen.
Von einem Skizzenblatt zur nächsten, kann man zuschauen, wie Loriots Figuren eine immer größere Knollennase bekommen, wie sich der Zeichner an immer neue Themen wagt. Angefangen mit einer karikativen Zusammenfassung von Deutschlands Größen – Von Adenauer bis Goethe – bis hin zu seinen schlaflosen Nächten, wo ihn tickende Uhren und immer schwächer werdende Augen verfolgen, lernt man den Menschen hinter dem großen Künstler besser kennen. Natürlich immer mit seinem besten Freund an der Seite: Loriots unverkennbaren, anarchischen Humor.


(Fotos: Ramona Drosner for twoinarow.com)

Loriot
„Spätlese“

Literaturhaus

20. Sept 2013 – 12. Januar 2014
Mo – Fr, 11 – 19 h / Sa – So, 10 – 18 h

Eintritt 6 € / 4 € / Studenten am Ausstellungsmontag 2 €


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