KonterKunst: Paper Weight

11.08.2013 · Archiv, Kultur
Ramona Drosner

Toilet Paper, Butt, Candy. Das sind drei Titel der fünfzehn Printmagazine, die für die letzten zwölf Jahre stilbildend waren. Worum es geht? Vor allem um Sex (von traditionell bis transsexuell), Essen (als kleinster gemeinsamer Nenner) und Schönheit (ästhetisch und menschlich). Mit „Paper Weight“ hat das Haus der Kunst eine Magazin-Welt zum Durchlaufen und Staunen geschaffen.

Im Zuge des digitalen Wandels verschwinden immer mehr Magazine aus den Kiosk-Regalen. „Was gleichzeitig auch eine gegenläufige Entwicklung fördert“, meint Okwui Enwezor, der Direktor des Haus der Kunst. Eigensinnig, hochwertig und sehr spezialisiert seien die neuen Magazine der letzten 13 Jahre. Vor allem sexuell Aufgeschlossene, Kulturpolitik-Interessierte oder Mode-Vernarrte könnten in „Paper Weight“ ihr Mekka finden. Mannshohe Kopien von europäischen und Übersee-Magazinen laden zu einem Rundgang ein, geben einen Insider-Blick frei auf ihre spezielle Leidenschaft und lüften das Geheimnis über ihre Magazin-Philosophie. Nach dem intensiven Schmökern schwirrt einem ein wenig der Kopf, vor allem aber weiß man mehr über die Gentlewomen unserer Welt, die Underground-Szene Israels und den kulturellen Wandel seit den 00er Jahren.


(Fotos: Ramona Drosner for twoinarow.com)

„Paper Weight
Stilbildende Magazine von 2000 bis heute“

Haus der Kunst

noch bis 27.10.
Mo-So 10-20h / Do 10-22h
Eintritt 5€


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