KonterKunst: Natürlich!

16.06.2013 · Archiv, Kultur
Ramona Drosner


Man kann richtig eintauchen in den See, den Sternenhimmel oder das saftige Gras mit den Gänseblümchen. Zumindest fühlt es sich so an, wenn man Anne Schwalbes Fotos sieht. Sie führt uns vor Augen wie großartig die kleinen Dinge des Lebens doch eigentlich sind.

Anne Schwalbe hat einen besonderen Blick für das scheinbar Unscheinbare. Aus einem einzigen Blatt macht sie einen Urwald, aus einem Heuhaufen eine kunstvolle Kreatur und aus einer Steckdose ein Märchen. Der Blick auf ihre Bilder lässt Erinnerungen an Früher hochkommen, als man am 5. Geburtstag das erste Mal Konfetti geschmissen hat, an die Nacht als man die erste Sternschnuppe aufblitzen sehen hat, oder an den süßen Duft der Rosen aus Omas Garten. Die Fotos versprühen trotz der Einfachheit der Motive eine Mischung aus Gefühl, Geborgenheit und Glück. Vielleicht verliert man sich auch gerade wegen der bloßen Abbildung einer vermeindlich vertrauten Umgebung in seine persönliche Gedankenwelt. Schwalbe entwickelt ihre Fotos übrigens selber, in ihrem eigenen Labor. In jedem einzelnen Bild der Ausstellung der Galerie f5,6 steckt noch viel mehr Liebe, als die Geschichten hinter den Naturschönheiten vermuten lassen.


(Fotos: Ramona Drosner for twoinarow.com)

Anne Schwalbe

Galerie f5,6, Ludwigstr. 7

noch bis 27. Juli
Mi – Fr, 12 – 18 h / Sa 11 – 15 h
Eintritt frei


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