Wiedereröffnung Lenbachhaus

07.05.2013 · Archiv, Kultur
Moritz Butschek

„Think of this as a window!“ steht in Neonröhren-Schrift ganz oben links im Flur. Nach vier ganzen Jahren öffnet das Lenbachhaus in neuem Glanz seine Tore. Und wenn man die Bilderwände drinnen sieht, fühlt man sich tatsächlich ein bisschen so, als würde man durch ein Fenster zur Welt schauen, eingehüllt in einen goldenen Mantel.

Das hübsche Kleid der Villa Franz von Lenbachs wurde von den Wunderknaben Foster+Partners geschneidert und lässt das Lenbachhaus in neuem Glanz erstrahlen. Der moderne Anbau umhüllt das antike Maleratelier und gibt ihm deutlich mehr Raum für Kunst.

Der bekannteste Schatz des Lenbachhauses war bislang ohne Zweifel die Sammlung des Blauen Reiter, mit Werken von Kandinsky bis Klee, von Marc bis Macke. Das neue Lenbachhaus aber hat Platz für noch mehr. Für mehr Kunst nach 1945, von Gerhard Richters „STRIP“ über die „Kekse“ Sigmar Polkes , bis hin zu Erwin Wurms neckischen und Olaf Metzels humorvollen Installationen. Dem Tausendsasssa Joseph Beuys wird gleich ein ganz eigener Flügel gewidmet; über vier Räume hinweg breiten sich Werke wie „Mäusestall“, „Aufbruch aus Lager I“ oder „Zeige deine Wunde“ aus.

Das schönste Geschenk von Lenbachs Schatz-Hütern ist, dass sie uns Münchnern (+ Münchens Gästen) die Türen des Lenbachhauses fünf Tage lang für jeweils zwölf Stunden öffnen. For Free. Was bleibt da noch zu sagen, außer: Come In And Find Out!


Tillmans „An der Isar II“


Majerus „Olympia 2050“


Beuys „Vor dem Aufbruch“ / Fotos: Abb.1, Abb.2, Abb.3 Lenbachhaus, Abb.4 Florian Holzherr

 

Das Neue Lenbachhaus
8. – 12. Mai von 10 – 22 Uhr geöffnet
freier Eintritt

ab dem 14. Mai: Di – So, 10 – 18 Uhr für 10 €, erm. 5 € / Jahreskarte 20 €, erm. 10 €


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