KonterKunst: Play Me I'm Yours

05.05.2013 · Archiv, Kultur
Ramona Drosner


Auf die Ubahn warten und die einzige Interaktion besteht zwischen Kopfhörer und Ohr? Schluss mit der Anonymität in Großstädten! Nach John Miles´ „Music Was My First Love“, macht Luke Jerram das Klavier zum Kommunikationsmittel und schickt es auf Weltreise. Jetzt ist München dran sich zu verlieben.

Zwei Wochen lang werden die öffentlichen Plätze Münchens mit Pianos geschmückt, die Passanten dazu animieren sollen zu spielen. Damit nicht mehr jeder stumm seines Weges geht, sondern aufhorcht, zuhört und die Musik zur gemeinsamen Sprache wählt. Alles ist erlaubt, von der Mondschein-Sonate, über gemeinsames Jammen, bis hin zu dissonantem Geklimper.

Die 14 Klaviere in München wurden von bekannten Münchner Künstler und Designer in Szene gesetzt. Mirko Borsche schnörkelt Neonleuchten über den Klavierdeckel (Café Vorhoelzer Forum), Josef Henselmann gibt seinem Piano „Ebony and Ivory“ einen Hauch Paul Mc Cartney (Königsplatz) und Irmgard Voigt lässt Playmobil-Powerfrauen auf den Piano-Saiten ihr Tanzbein schwingen (Hohenzollernplatz).

Angefangen hat „Play Me I´m Yours“ vor fünf Jahren, als der Künstler Luke Jerram in Birmingham ein Zeichen gegen die Anonymität in Großstädten setzen wollte. Seither bereiste das Projekt schon über 30 Städte weltweit. Dank dem Musik mit Kindern München e.V. findet „Play Me I´m Yours“ dieses Jahr zum ersten Mal in einer deutschen Stadt statt.


(Fotos © Play Me I’m Yours)

Was? Play Me I´m Yours
Wann? 4. – 19. Mai
Wo? Überall in München


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