KonterKunst: White Architecture

17.03.2013 · Archiv, Kultur
Ramona Drosner


Es werde Licht! Laserstrahlen erhellen nun nicht mehr den Nachthimmel, als bloßes Lockmittel eines etwas außerhalb liegenden Clubs, Laserstrahlen sind jetzt Kunst. Geerdet in einer Unterführung.

Eine dünne Wand dient dem Maximiliansforum als einzige Lichtquelle, eine Wand aus Licht, die den kalten Raum achsensymmetrisch in zwei gleiche Hälften teilt. Über den dunklen Boden kriecht eine weiße Linie und schraubt sich, leicht rötlich angefärbt, bis unter die Decke. Der Künstler Roland Burkart macht aus einem architektonischen Element etwas nahezu Magisches. Er errichtet eine Wand aus Laserstrahlen, die allein durch feine Nebelschwaden sichtbar wird.
Die Wand ist so dünn, fast wie ein schwebender Ölteppich. Wage kann man die dahinterliegende Seite des Raumes erkennen. Wer sich traut, kann auch durch die Laserwand hindurch schreiten. Bei der Berührung umrahmt die rötliche Wand den Körper mit gleißend hellem Licht und wirft große Schatten hinter ihn. Fast so, als würde man die reale Welt überwinden und in eine geheimnisvolle Fantasiewelt hinübergleiten.

Am Eingang zur Ausstellung steht der Hinweis: „Bitte nicht in die Lichtquelle schauen“ – Aber wie bitte, soll man seine Augen von etwas so Faszinierendem lassen können!

„White Architecture nr 1“
Roland Burkart

Maxforum

13.03. – 24.03.2013
täglich 11:00 – 18:00 Uhr
Eintritt Frei

(Bilder © Ramona Drosner for twoinarow.com)


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