KonterKunst: > 750 Volt

17.02.2013 · Archiv, Kultur
Ramona Drosner


Was passiert mit der ganzen Energie, die sich in den zugigen Ubahnhöfen hinter den schmutzigen Kacheln versteckt – von rasenden, blau-weißen Zügen angeschafft, die ganze Wellen von Menschen ausspucken? Sie wird ausgestellt. In der AkademieGalerie wird Energie zu Kunst.

Der Ausstellungsraum im Zwischengeschoss der Ubahnstation Universität wird zum Abenteuerspielplatz für Große. Die Eingangstür wird von einem in die Horizontale gelegten und leicht verfremdeten Fahrrad flankiert: ein selbstgemachtes Drehkreuz. Die Kunstwerke hier sind nicht zum Anschauen da, sie laden zum Ausprobieren ein. Wasserschläuche füllen und an frischem Basilikum schnuppern, eine alte Kaffeemühle ankurbeln, oder an einem überdimensionalen Korkenzieher durch die Luft wirbeln…

Natürlich implizieren die Künstler, Rund 20 Studenten der Akademie, weit mehr als Spiel und Spaß. Sie knüpfen an den aktuellen Diskussionsstoff unserer Gesellschaft an, von der Energiewende bis zur Selbstoptimierung. Wann gilt Energie als öffentliches Gut? Wie kann man sie künstlerisch nutzen? Und wie stehen eigentlich Energie und Emotion zueinander?

Spannende Fragen. Mir schwirrt nach dem schwungvollen Herumwirbeln im Ausstellungsraum aber immernoch der Kopf: Nehmt lieber selbst die Ubahn zur Uni und geht den energetischen Fragen auf den Grund!

> 750 Volt
Klasse Ingold

AkademieGalerie
Zwischengeschoss Ubahn Universität

noch bis 24.02.
täglich 16:00 – 20:00 Uhr
Eintritt frei

(Bilder © Ramona Drosner for twoinarow.com)


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