KonterKunst: Julius Heinemann

30.12.2012 · Archiv, Kultur
Ramona Drosner


Er zeichnet Spuren auf die weiße Leinwand. Keine Bilder. Zarte Schatten wetteifern mit leuchtenden Farbflecken. Gesprayt, gepinselt und gespritzt.

Die großformatigen Bilder sprühen förmlich vor Dynamik. Und geben dem Betrachter viel zu entdecken. Hier ein kleiner, Handabdruck, da wilde Striche, die mit etwas Fantasie zu Gesichtern werden können. Neben fließenden Bewegungen, setzt Julius Heinemann sorgfältig markante Linien. Dazwischen lässt der Münchner Künstler viel Platz für weiße Leere. So entstehen Bildräume. Räume voller Poesie, Irritation und Abstraktion. Ausgestellt wird in den Räumen einer früheren Schlosserei, der Galerie Nusser & Baumgart.

Jeden Sonntag empfehlen wir euch an dieser Stelle als wirksame Medizin gegen den Kater von letzter Nacht: KonterKunst.
Gegen die Nachwirkungen einer Nacht mit voll aufgedrehter Musik, aufgedrehten und vor allem vollen Gestalten hilft ein Tag im Bett mit Aspirin. Der Kater geht, das schlechte Gewissen wertvolle Zeit vergeudet zu haben, bleibt. Ein viel besseres Mittel finden wir deshalb: Kunst. Stille, ein kühler, fast leerer Raum. Und Kunst. Die bringt den Kreislauf in Schwung, weckt ermattete Nervenzellen zu neuem Leben und erfrischt die Gedanken.


„Julius Heinemann“

Galerie Nusser & Baumgart
Steinheilstr. 18

Noch bis 9. Februar 2013
Öffnungszeiten: Di – Fr, 12:00 – 18:00 Uhr, Sa 12:00 – 16:00 Uhr
Eintritt frei

Foto:Julius Heinemann 2012, courtesy Nusser & Baumgart, Munich


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