KonterKunst: Eye Eye

23.12.2012 · Archiv, Kultur
Ramona Drosner

Die letzte Nacht war wieder einmal intensiver, anstrengender und lebendiger als manch helllichter Tag. Voll aufgedrehte  Musik,  aufgedrehte und vor allem volle Gestalten. Nach solchen Samstagen verbringt man den Sonntag eigentlich am liebsten im Bett, mit Aspirin und viel Wasser. Der Kater geht, das schlechte Gewissen wertvolle Zeit vergeudet zu haben, bleibt. Als bessere Medizin empfehlen wir deshalb: Kunst. Stille, ein kühler, fast leerer Raum. Und Kunst. Die bringt den Kreislauf in Schwung, weckt ermattete Nervenzellen zu neuem Leben und bringt frische Gedanken, voll  mit subjektiver Interpretation.

Diesen Sonntag: Lothringer13 – EyeEye

„Nun sag du hast mich nackt gesehen“ ist ein Titel in der Ausstellung „Eye Eye“. Und ebenso Thema der ersten Ausstellungsstücke. Provokante und gleichzeitig ästhetische Abbildungen von Phallus, Hintern und Busen an den Wänden. Dazwischen eine dominante Holz-Installation, deren dunkle Bretter eine Reihe verspielter Akt-Bilder einrahmen.

Neben der nackten Haut wird auch die Vergänglichkeit thematisiert. Zum Beispiel in einer Diashow mit Fotos von zerstörten, aufgerissenen Plüschtieren. Oder auf großformatigen Fotowänden, auf denen Kriegs-Szenen mit Modellfiguren nachgestellt wurden.

Kurzgesagt: eine von Vielfalt strotzende Ausstellung junger Kreativer, die den Besucher in eine verrückte, fiktive und irgendwie doch reale Welt ver-rückt.

„Eye Eye“

Lothringer Halle
Lothringerstraße 13

Noch bis 13.01.2013
Öffnungszeiten: Di – So, 11:00 – 19:00 Uhr
Eintritt Frei

(Bilder © Ramona Drosner for twoinarow.com)


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