100 Jahre Münchner Kammerspiele

11.10.2012 · Archiv, Kultur
Moritz Butschek

Dieses Jahr feiert eine der wichtigsten deutschen Theaterinstitutionen seinen 100. Geburtstag. Die Münchner Kammerspiele haben ein ganzes Jahrhundert lang unzähligen Schauspielern, Regisseuren und Intendanten eine Bühne für ihre Kunst geboten.

Im Oktober 1912 begann die Geschichte des Theaterhauses mit der Aufführung des Stücks „Das Leben des Menschen“, als sich dieses noch in der Augustenstraße in Schwabing befand. 1926 bezogen die Kammerspiele das denkmalgeschützte Jugendstilhaus in der Maximilianstraße, wo sie auch heute noch ihren Sitz haben. Seitdem holten Intendanten wie Otto Falckenberg oder August Everding klassische Stücke oder zeitgenössische Autoren ins Programm und gaben den Kammerspielen ihren Wiedererkennungswert, der ein „ästhetisch innovatives, zeitgenössisches und weltoffenes europäisches Stadt-Theater mit gesellschaftspolitischer Ausrichtung“ darstellt.

Seit zwei Jahren nun führt der Niederländer Johan Simons das Haus und ist somit auch zuständig für eine angemessene Geburtstagsfeierlichkeit.
Anlässlich der hundertsten Spielzeit werden einige Stücke, die im Laufe der Zeit das Theater geprägt haben, wiederaufgeführt. Darunter „Fegefeuer in Ingoldstadt“ von Marieluise Fleißer, „Franziska“ von Franz Wedekind und „Bauern sterben“ von Franz Xaver Kroetz. Unter dem Kürzel 100MK beginnt diesen Donnerstag auch das viertägige Festwochenende mit Lesungen, Diskussionen und gesammelten Erinnerungen aus der hundertjährigen Bestehenszeit.


Bilder in diesem Artikel © Münchner Kammerspiele

Um das Ereignis gebührend zu feiern wurde auch noch eine Art „One-Night-Festival“ auf die Beine gestellt. Am Samstag, den 13. Oktober werden die Kammerspiele die ganze Nacht lang mit elektronischer Musik beschallt. Gebucht wurden dafür DJ Koze, James Holden, Gold Panda, The Hundred In The Hands und Pollyester, die alle für ihren experimentellen und modernen Sound bekannt sind.
In diesem Sinne: Alles Gute zum Hundertsten Geburtstag!
 


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