Cat People im Interview

08.12.2011 · Interview, Musik
Moritz Butschek


 

Nicht zuletzt durch die junge Broadcasting-Reihe Fundament Sessions werden derzeit immer mehr Menschen auf die Initiatoren Cat People aufmerksam. Das Duo, bestehend aus Jaecki Zucker aka Trrbo und Danny Zaster überzeugt durch innovative Ideen, schöne Mixtapes und einer Auswahl an ansehnlichen Remixen. Wir haben die zwei Münchner zu einem Interview gebeten:
 

Ihr beide seid eigenständig als Djs tätig. Was hat euch zu einer Kollaboration bewegt?
Jaecki: Naja, wir haben ja 2008 schon mal zusammengearbeitet und unter anderem eine Tour durch 6 Städte in den USA gespielt. Dann hat sich aber bei uns beiden die Soundvorstellung ein wenig in unterschiedliche Richtungen bewegt und ist irgendwie auch jeweils erwachsener geworden. Ich hatte mehr Interesse an Techno und House und Danny Zaster eigentlich fast nur noch Bock auf Dubstep – Nein, das hat rein gar nichts mit Skrillex zu tun. Checkt Deep Medi und Digital Mystikz für echten Dubstep – . In letzter Zeit ist unsere Vorstellung von einem perfekten Clubtrack aber wieder sehr ähnlich geworden, also war es Zeit für erneute Zusammenarbeit und einen neuen Namen und ein gemeinsames Studio und sogar eine gemeinsame Wohnung. Aber bei den Namen entscheiden wir uns eh alle 5 Minuten um.

Noch nicht lange seit ihr als Cat People aktiv. Wie beurteilt ihr euren bisherigen Werdegang?
Danny: Läuft. Wir arbeiten in Zukunft viel mit egoFM zusammen, die Bookings kommen auch so langsam wieder in anständiger Frequenz – Jedoch: Liebe Veranstalter, bucht uns, wir können das und sehen dabei gut aus! – und was so im Studio entsteht ist geil. Das trifft euch da draußen auch irgendwann mitten ins Gesicht.


Cat People bei 5Gum’s „Walls Alive“ im September 2011 / © Cat People auf Facebook

Welcher Auftritt zählt bisher zu den persönlichen Favoriten?
Jaecki: Im Herbst haben wir in Berlin ein sehr feines drei Stunden Set in der Wilden Renate gespielt. Das war grandios.

Mit Fundament Sessions übertragt ihr Dj-Sets per Video-Live-Stream ins Internet. Wie kam es zu dieser Idee?
Danny: Ganz klar geklaut! Aus London gibt es jede Woche einen sehr erfolgreichen Video-Live-Stream mit grandiosen, international bekannten DJs – den Boiler Room. Wir hatten einfach auch Bock solche Sessions zu veranstalten und dann die Münchner DJ Szene zu Gast zu haben. Oder auch Mal einen der eigentlich für ein Clubset in der Stadt ist und dann am Abend bei uns noch mal nen Stündchen spielt. Außerdem sagen vielen, dass sie nach dem Anschauen der Session – Jeden zweiten Donnerstag 20-23 Uhr – Bock bekommen haben noch Tanzen zu gehen, da sollten sich also auch die Donnerstagsveranstaltungen in München oder sonstwo freuen.

Welche Tracks und Künstler gefallen euch beiden übereinstimmend am besten?
Heute, was morgen wieder ganz anders sein kann, wären das wohl:
A Made Up Sound – Take the Plunge
Gil Scott-Heron and Jamie xx – I’ll Take Care Of You (Special DJ Version)
New York Transit Authority – Off The Traxx
Objekt – CLK Recovery
Randomer – Stalker
Radiohead – Good Evening Mrs Magpie (Modeselektor RMX)
Und für immer: King Kool Savas – Pimplegionär

Habt ihr eine starke Inspirationsquelle?
Danny: Auf jeden Fall alles was seit circa 1996/97 so im Londoner Underground bis heute passiert ist. UK Garage, 2-Step, Grime, Dubstep.
Jaecki: UK Garage! Und von meiner Seite auch viel Techno und House. Das waren in Berlin so meine ersten richtig krassen Weggeherfahrungen, bleibt im Kopf, geht in die Beine.

Was ist in naher Zukunft von euch und Cat People zu erwarten?
Jaecki: Es wäre super in den nächsten Monaten für Fundament Sessions ein schönes Zuhause zu finden. Momentan senden wir aus unserem Studio, aber eine entsprechende Kulisse wäre wundervoll.
Danny: Ansonsten arbeiten wir an einer Debüt EP und es gibt diverse Remixe, die demnächst auf verschiedensten Labels rauskommen. Und im Januar veranstalten wir mal was im Kong zusammen mit der Munich Boiler Crew und Phon.o (Monkeytown/Boys Noize) als Gast.
Jaecki: Und ich kauf mir nen Hund.

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